Vorschau und Aktuelles

Über weitere neue Ausstellungsangebote und Publikationen werden wir rechtzeitig berichten.

Rückblicke

2019

Vortrag (Spengler) bei der Kunst Kreativ Tagesstätte der GGP-Gruppe in Rostock am 11.9.2019: „Künstlerisches Handeln als Lebensperspektive“ mit Julius Klingebiel als Beispiel.

Vortrag (Spengler) bei der Auftaktveranstaltung der 12. Aktionstage für seelische Gesundheit am 24.9.2019 in Celle: „Künstlerinnen und Künstler in der Psychiatrie am Beispiel des künstlerischen Schaffens des Psychiatriepatienten Julius Klingebiel – Außenseiter oder Vorreiter?“


2018

Filmvorführung “Ausbruch in die Kunst” am 25.10.2018
Nach längerer Pause war der preisgekrönte Film von Antje Schmidt (Erstausstrahlung NDR 2015) im Haus der Region Hannover zu sehen (Raum N003, Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover, 19 bis 21 Uhr). Es war ein Veranstaltungsteil der Aktionswochen zum 10-jährigen Bestehen des Bündnisses gegen Depression in der Region Hannover.
Programm Download: https://www.hannover.de/content/download/727331/18246560/file/31125_50.10_B_BgD_gesamt.pdf

An einer Diskussion haben sich neben der Autorin Antje Schmidt auch Prof. Siegfried Neuenhausen und Lothar Schlieckau als Mitinitiatoren der Ausstellung “Elementarkräfte” beteiligen, welche 2010 gemeinsam mit dem Bündnis in der Städtischen Galerie Kubus gezeigt wurde.

 

Nach einer Pressemeldung der MdL (SPD, Göttingen) Dr. G. Andretta stellte diese am 9.1.2018 die kleine Anfrage für die Fragestunde im Nds. Landtag “Wie geht es weiter mit der Klingebiel-Zelle in Göttingen?” (vgl. Homepage der Abgeordneten, vgl. Pressemeldungen).


2017

Im Rahmen einer englischsprachigen Ausstellung mit dem Titel “Artists as Victims and Survivors of National Socialism” haben wir in einer internationalen Fachöffentlichkeit die Präsentation der Klingebiel-Zelle (fotografische Rauminstallation) auf dem XVII. Weltkongress der Psychiatrie in Berlin ermöglicht, 8.-12.10.2017, der von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde DGPPN ausgerichtet wurde.

Als weiterer Künstler war in Zusammenarbeit mit PD Dr. Röske und der Sammlung Prinzhorn der 1940 in der nationalsozialistischen Psychiatrie ermordete Architekt und Maler Paul Goesch vertreten.

Im Angebot für die Kongressteilnehmer waren auch ein thematisches Symposion über Künstler als Opfer und Überlebende der NS-Psychiatrie und des zweiten Weltkrieges (englischsprachig) sowie die Vorführung des Fernsehfilms “Ausbruch in die Kunst” von Antje Schmidt. Dieser ist 2017 mit englischen Untertiteln ergänzt worden und steht im Klingebiel-Projekt (vorbehaltlich der Genehmigungen durch den NDR) zur Verfügung.
 
Ausstellung und Filmpräsentation mit englischen Untertiteln wurden von der Susanne und Gerd Litfin-Stiftung gefördert und vom Förderverein Sozialpsychiatrie Moringen e.V. unterstützt.


Die Goldstein Galerie in Frankfurt/M. zeigte vom 04.05.2017 bis zum 10.06.2017 die Ausstellung "Die Zelle des Julius Klingebiel". http://www.atelier-goldstein.de/aktuell.html
Vorträge hielten am Sonntag, 14.05.2017 PD Dr. Thomas Röske: "Zwischen Geisteskrankenbildnerei und Outsider Art - die Klingebiel-Zelle im Kontext" und am Sonntag, 21.05.2017 Prof. Dr. Andreas Spengler: "Eine Welt auf 9 Quadratmetern - Leben und Werk von Julius Klingebiel".


2016

Das Forum Stadtkirche Wunstorf zeigte in der Zeit vom 18.9. bis zum 9.10.2016 eine Ausstellung mit dem Titel “FreiheitsRäume – Julius Klingebiel und seine KünstlerkollegInnen” und bot eine Veranstaltungsreihe an.
Unter künstlerischer Leitung von Prof. Dr. Spengler stand die Klingebiel-Zelle im Mittelpunkt. Landschaftsbilder ergänzen dies, darunter zwei neu entdeckte Werke. Die 1940 in der nationalsozialistischen Tötungsaktion T4 ermordete Expressionistin Elfriede Lohse-Wächtler (1899-1940) war mit späten Zeichnungen aus ihrer Arnsdorfer Zeit vertreten. Dazu kamen Aquarelle eines anonymen Künstlers aus den Jahren um 1988 und aktuelle Objektplastiken von Dagmar Justke (*1963) aus Hannover.

Ein vom Forum Stadtkirche herausgegebener Katalog vermittelte  Hintergründe und führte die Leser an die Bildwelten heran, welche sich um innere und äußere Befreiungsakte, Natur und Landschaft, aber auch um religiöse Motive drehen. Schirmherr war Herr Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt, Stadt Wunstorf.

http://www.forum-stadtkirche.de/Einzelv.html

Flyer Forum Stadtkirche - Programm

http://www.forum-stadtkirche.de/FreiheitsRaaeumeAusstellungskatalog.pdf


Die Kulturambulanz am Klinikum Bremen-Ost zeigte vom 26.6.16 bis zum 4.9.16
eine Ausstellung unter dem Titel "Ausbruch in die Kunst". Im Zentrum stand die Klingebiel-Zelle. Veranstaltungsprogramm hier!
Bei der Eröffnung am So 26.6.2016 sprachen Chefarzt Dr. Friedrich Schwerdtfeger, Prof. Andreas Spengler und Achim Tischer. Prof. Siegfried Neuenhausen gab eine Einführung.


150 Jahre Universitätspsychiatrie Göttingen
Am 26. bis 27.5.2016 begingen die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen und das Asklepios Fachklinikum Göttingen und Tiefenbrunn das Jubiläum mit einem Symposion. In der Aula Georgia-Augusta-Universität (Alte Mensa) war aus diesem Anlaß auch die fotografische Rauminstallation der Klingebiel-Zelle zu sehen. Prof. Dr. Andreas Spengler und Prof. Siegfried Neuenhausen referierten über Julius Klingebiels Zelle - Solitäre Kunst, Patientenschicksal und Psychiatriegeschichte.


2015

Die Fotoinstallation der Klingebiel-Zelle wurde in der Einblickshalle des Sprengelmuseums Hannover vom 27.10.2015 bis zum 4.1.2016 ausgestellt. Am 17.11.2015 veranstaltete das Sprengelmuseum Hannover ein Symposium: “Die Klingebiel-Zelle: Kunst, Geschichte oder Wissenschaft? Zur Standortbestimmung eines einzigartigen Werks. Begrüßung durch Dr. Reinhard Spieler, Direktor Sprengel Museum Hannover. Mit Beiträgen von: Prof. Dr. Andreas Spengler, Prof. Siegfried Neuenhausen, Dr. Thomas Röske, sowie einer Podiumsdiskussion und der Film-Dokumentation „Ausbruch in die Kunst. Die Zelle des Julius Klingebiel“.


Bei einem Forschungsgespräch am Zentrum für Ethik und  Armutsforschung/Universität Salzburg über Kunst und Inklusion am 6.11.2015 unter Leitung von Prof. Dr. Otto Neumaier und Dr. Malgorzata Bogaczyk-Vormayr sprach Prof. Dr. Andreas Spengler  über “Julius Klingebiel - ein neues Kapitel in der psychiatrischen Kunstgeschichte”. Weitere Beiträge gaben unter anderen Angelika Bäumer, Margit Zuckriegl und die Veranstalter.


Vom 18.3.2015 bis zum 11.10.2015 zeigte das Museum Gugging, ein international bekanntes Museum für Aussenseiterkunst bei Wien (Link) eine Ausstellung, in der die fotografische Rauminstallation zur Klingebiel-Zelle sowie Einzelbilder zu sehen waren. Einführungstext hier.


Am 14.6.2015 wurde der Fernsehfilm "Ausbruch in die Kunst: Die Zelle des Julius Klingebiel" gezeigt, eine szenische Dokumentation über 45 min.. Auch Radio Bremen zeigte den Film. Erstausstrahlung im NDR am Sonntag 14.6.2015 um 11:30 Uhr. Autorin: Antje Schmidt. Produktion Zentralfilm, Micha Bojanowski. Förderung durch die NordMedia. Der Film steht nicht mehr in der Mediathek zur Verfügung,  kann aber über den Mitschnittservice des NDR bezogen werden.

Auf ihrem Kongress 2015 verlieh die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde DGPPN in Berlin ihren Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus an Autorin Antje Schmidt. Wir gratulieren! In der Pressemitteilung Nr. 45 der DGPPN vom 20.11.2015 hieß es dazu: “ Antje Schmidt hat die Geschichte von Julius Klinge-biel in einer packenden Dokumentation verfilmt. Sie erzählt dessen Leben und künstlerisches Schaffen mithilfe von Zeitzeugen, historischen Dokumenten und Fotos. Gedreht wurde im Studio und auch am Originalschauplatz. Die Bilder aus der Zelle sind vorher so noch nie zu sehen gewesen.” Die Präsidentin der DGPPN Dr. Iris Hauth zitierte die Jury: “Sie zieht die Zuschauer von Anfang an in den Bann und eröffnet ihnen den Zugang zu einem der bedeutendsten Werke der Outsider-Kunst". Kongressteilnehmer hatten am 27.10.2015 Gelegenheit, an einer Filmvorführung mit Kurzbeiträgen von Dr. Manfred Koller, Dr. Thomas Röske, Ante Schmidt und einem neuen Zeitzeugen teilzunehmen. Über neue Sendetermine werden wir rechtzeitig informieren.


2014

Vom 16.10. bis 21.11.2014 waren die neue Rauminstallation zur Klingebiel-Zelle und Gemälde sowie die Begleitausstellung in Berlin zu sehen: Gastgeberin war die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele. Den Rahmen gab das Kleisthaus in der Mauerstr. 53, 10117 Berlin.  www.kleisthaus.de

Bei der Eröffnungsveranstaltung sprachen Frau Verena Bentele, Herr Staatssekretär Michael Rüter, Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund und Prof. Dr. Andreas Spengler.
Gezeigt wurden auch vier Tastbilder für Blinde mit Klingebiel-Motiven (Grafik: Enno Hurlin, Berlin).
Geplant ist eine Audiodeskription durch die Deutsche Hörfilm gGmbH (Gesch.führerin Frau Wiemers, Berlin). Link zum Katalog
Eröffnungsrede
Foto © Enno Hurlin 2014


Für Teilnehmer des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin war die Rauminstallation vom 26. bis 29.11.2014 am Kongressort im City Cube zu sehen. Unter Vorsitz von Prof. Dr. Andreas Spengler und Dr. Iris Hauth (Prä-President der DGPPN) wurde ein Symposion über “Entwicklungslinien der Psychiatrischen Kunstgeschichte” veranstaltet, welches einen Rückblick auf die Vorkriegszeit und die NS-Psychiatrie, auf die Nachkriegszeit, auf die Entwicklungen seit der Psychiatriereform und auf die Situation in der Schweiz verspricht. Es sprachen Dr. Thomas Röske, Prof. Lisa Niederreiter und Dr. Katrin Luchsinger.


2013

Vom 14.8. bis 30.8.2013 wurden die neue Rauminstallation zur Klingebiel-Zelle und Begleitausstellungen im Asklepios Fachklinikum Göttingen, Sozialzentrum, Rosdorfer Weg 70, 37081 Göttingen, gezeigt.  (Flyer der Ausstellung). Veranstalter und Projektträger ist der Förderverein Sozialpsychiatrie Moringen e.V., Mitveranstalter waren die Stadt Göttingen, die Asklepios Fachklinik Göttingen (zugleich Gastgeber) und das Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen Moringen.

Bei der hervorragend besuchten Ausstellungseröffnung am 13.8.2013 sprachen hochrangige Vertreter der Politik Grußworte. Nach einer Begrüßung durch Dr. Manfred Koller als Gastgeber betonte Herr Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, wie wichtig die Klingebiel-Zelle als weiteres bedeutendes kulturelles Gut in Göttingen ist. Herr Ministerpräsident Stephan Weil dankte den Initiatoren und zollte ihnen Anerkennung für ihr Projekt, nicht ohne eine vorsichtige Genugtuung darüber, daß sich hier drei Ärztliche Direktoren und Landesbedienstete in ihrem ehrenamtlichen und wissenschaftlichen Handeln zusammengetan haben. Weil äußerte sich bewegt vom Schicksal Julius Klingebiels und schlug den Boden von der Zeit des Unrechts im Nationalsozialismus über eine Nachkriegszeit, in welcher der Rechtsstaat noch lange nicht bei allen Menschen angekommen war, bis zur heutigen Zeit. Es bleibe elementar wichtig, immer wieder zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen und wie lange der Staat in die Rechte einzelner eingreifen dürfe. Er würdigte die Leistung des Künstlers Julius Klingebiel, der unter extremen Bedingungen ein großes bleibendes Werk und Kulturgut geschaffen habe.
Eröffnungsrede Weil
Reisenotizen 19.8.2013 "Auf der Piste":
"Dienstag: ... nächste Station ist Göttingen, wo ein geheimer niedersächsischer Schatz der Öffentlichkeit präsentiert wird, die "Klingebiel-Zelle". Julius Klingebiel war psychisch krank und verbrachte mehr als ein Vierteljahrhundert in der geschlossenen Psychiatrie. In der Nazi-Zeit wurde er zwangssterilisiert. Elf Jahre lang bemalte er seine Zelle - mit Landschaften, Phantasie-Tieren, aber auch vielen Hinweisen auf die Zeitgeschichte. Ein tief beeindruckendes Kunstwerk, das jetzt in einer Ausstellung reproduziert wird.

Der Festvortrag durch Dr. Thomas Röske schlug aus kunsthistorischer Sicht den Bogen von der Bilder- und Ideenwelt zu der Malerei von Klingebiel. Entgegen dem ersten Eindruck des Betrachters in der Zelle belegte Röske viele formale Ordnungsprinzipien der Ausmalung und große eigenständige Entwürfe mit formaler Kraft. Diese Malerei sei weltweit fast ohne Beispiel, am nächsten noch komme ihr eine Raumausmalung von August Walla im Haus der Künstler in Gugging. Klingebiels Werk, darunter auch seine Einzelbilder hielten noch viele Überraschungen bereit, da neben seiner komplexen Symbolik auch viele persönliche Erinnerungen aus seinem Leben nachweisbar seien. Röske betonte die Bedeutung künftiger denkmalpflegerischer Maßnahmen zum Erhalte der Originalzelle. In seinen abschließenden Dankesworten sprach Andreas Spengler alle an, die zum Gelingen dieses gemeinsamen Werkes beigetragen haben, von den beteiligten Fachleuten über die Zeitzeugen und Interviewpartner bis hin zum Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, allen beteiligten Kliniken und Projektpartnern und allen Förderern und Sponsoren. Er verwies auf künftige Ausstellungspläne. Die Veranstaltung wurde eindringlich untermalt von Hartmut Brandt, Hannover, am Tenorsaxofon. Die Ausstellung selbst löste intensive Besucherresonanz aus, wie sich auch an Interviews mit Besuchern in einem Fernsehbericht bestätigte (Sat1 am 14.8.2013).

Den Text der Rede von Herrn Ministerpräsidenten Weil finden Sie hier.


Die Rauminstallation wurde vom 14.9. bis 10.11.2013 im Rahmen der Ausstellung "5. Fotofestival" der Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg gezeigt.

GRENZGÄNGE. MAGNUM: TRANS-TERRITORIES wird (Flyer zur Ausstellung GRENZGÄNGE) in der Sammlung Prinzhorn, Universitätskliniken Heidelberg www.sammlung-prinzhorn.de unter dem Titel LOCKED UP / DIE ZELLE (Flyer und Einladung zur Ausstellung) gezeigt. Am 25.9.2013 sprach Prof. Dr. A. Spengler dort über “Die Klingebiel-Zelle im Dialog von Kunst und Psychiatrie”.

Internationale Bekanntgabe des Fotofestivals (in mehreren Sprachen):
http://www.e-flux.com/announcements/5th-edition-2/
8. Französische Woche Heidelberg / Kunst (auch in französisch):
http://www.franzoesische-woche-heidelberg.de/seiten/category/kunst

Die Begleitausstellung "Julius Klingebiel - Leben und Werk" (Andreas Spengler, 2013) gibt eine anschauliche Übersicht und zeigt Zeitdokumente.